Marktforschung – Die wichtigsten Methoden


Wie finde ich etwas über meinen Markt und meine Kunden heraus?

Mit Marktforschung! Ein Überblick über die wichtigsten Methoden.

Zuhören. Hinschauen. Fragen stellen.

Wer nichts über seine Kunden und seinen Markt weiß, läuft Gefahr an Ihnen vorbeizuarbeiten. Erfolgreiche Unternehmen setzen daher auf die Einbindung der Kunden von der ersten Sekunde an. Sie sprechen mit Kunden schon lange bevor ein Produkt entsteht. So finden sie heraus, wie sie das Produkt gestalten müssen: Welche Eigenschaften sind wichtig? Welche Wünsche gibt es? Wie sprechen Kunden über bestimmte Themen? Und was sind sie bereit, für eine Lösung zu bezahlen? Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Marktforschung. Sie hören genau zu, sehen genau hin und stellen entscheidende Fragen.

Erfahren Sie jetzt, welche Methoden der Marktforschung es gibt. Zu allererst wird in zwei Kategorien unterschieden:

Quantitative und qualitative Methoden

Mit quantitativen Methoden wird gezählt. Also zum Beispiel wie viele Personen bevorzugen Äpfel, wie viele Birnen. Mit qualitativen Methoden wird erforscht, was die Menschen dazu bewegt, zu tun was sie eben tun. Also zum Beispiel, warum sie Äpfel oder Birnen bevorzugen. Leben Apfelesser anders als Birnenesser? Essen sie die Birnen zu anderen Gelegenheiten als Äpfel? Liegt es am Geschmack, am Preis oder den Möglichkeiten, das Obst weiterzuverarbeiten? Jede der Fragen kann wichtig sein. Je nachdem, welche Frage und Aufgabe mit der Marktforschung gelöst werden soll.

Qualitative Methoden sind dann die erste Wahl, wenn ein Thema noch nicht klar und genau bestimmt werden kann. Also etwa in frühen Stadien einer Produktentwicklung oder in der Testung von Kommunikationsmedien.

Quantitative Methoden setzt man dann ein, um Anteile zu messen oder eine Entwicklung oder Veränderung über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

Was macht Apfelbauer Erwin, um zu wissen, auf welche Äpfelsorten er in Zukunft setzen soll?

Sehr oft werden beide Arten der Forschung miteinander kombiniert. Zuerst steckt man den Rahmen mit qualitativer Forschung ab, dann werden die Anteile im Markt gemessen. Sehen wir uns Apfelbauer Erwin an. Er möchte wissen, auf welche Äpfelart er in Zukunft setzen soll. Soll er saure oder süße Speiseäfel anbauen oder auf Saft und Most setzen? Wichtige Entscheidungen. Erwin soll sich zuerst damit auseinandersetzen wer wann wie und wie oft Äpfel isst: Ssind es ältere oder jüngere Menschen? Oder gesundheitsbewusste Menschen? Nur Menschen mit gesunden Zähnen, die kraftvoll abbeißen? Essen sie die Äpfel in der Pause oder zum Frühstück im Müsli? Machen sie Apfelstrudel daraus (was mir am liebsten ist)? Wird der Apfel mit Schale gegessen, geschält und in Spalten geschnitten? Dazu kann Erwin einerseits mittels Desk research überprüfen, welche Informationen vielleicht schon auf der Landwirtschaftskammer oder in Ernährungsberichten verfübar sein. Er kann auch über Social Media Listening herausfinden, was wie diskutiert wird. Und er kann auf qualitative Methoden wie Tiefeninterviews oder Fokusgruppen zurückgreifen und genau erfahren, welche Rolle der Apfel im Leben der Menschen spielt.

Frau hält Apfel und Birne in den Händen

Quantitative Fortsetzung

Wenn Apfelbauer Erwin ein gutes Bild der möglichen Situationen, Menschentypen und anderen Faktoren hat, kann eine quantitative Methode wie eine Onlinebefragung folgen. Jetzt kann Erwin messen, wie sich das Apfelessverhalten im Markt, sagen wir Oberösterreich, verteilt. Also wie viele Porridgeesser gibt es, wie viele Männer und wie viele Frauen schneiden den Apfel in Spalten. Daraus kann unser Apfelproduzent ableiten, wie groß sein Markt ist, wie gut er auf die Schale achten muss und ob ein Werbeplakat mit einer Person, die vom Apfel abbeißt zutreffend ist oder jemand, der den Apfel in Spalten schneidet.

Jede der Informationen hilft unserem Apfelproduzenten dabei, seine Apfelproduktion an den Markt anzupassen und zutreffend zu kommunizieren.

Die wichtigsten Methoden

Die ESOMAR (der internationale Verband der Marktforscher) hat im aktuellen Marktbericht für 2018 folgende Daten veröffentlicht:

Ringgrafik zu den Anteilen über die Marktforschungsmethoden

Sie sehen sofort: der Großteil der Methoden sind eindeutig quantitativ. Onlinebefragungen inklusive der Befragung über Mobiltelefone, Telefonbefragungen und Face-to-face-Befragungen sind die absoluten Klassiker und machen mehr als die Hälfte aller verwendeten Methoden 2018 aus. Die Messung des Online traffics hat in den letzten Jahren natürlich an Bedeutung gewonnen und wird auch noch weiter an Bedeutung gewinnen.

Die qualitativen Methoden nehmen nur 20% des Gesamtmarkts ein. Sie kommen schließlich vorwiegend dann zum Einsatz, wenn es um Innovationen geht. Und die gibt es nun mal seltener als regelmäßige Abfragen zur Kundenzufriedenheit oder Markenbekanntheit. Neugierig, was Sie Marktforschungsmethoden herausfinden können?

Lesen Sie hier weiter über die einzelnen Methoden und ihre Einsatzmöglichkeiten.

Diary

Fokusgruppen

Tiefeninterviews

Olinebefragungen

Desk research

Social Media Listening

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Buchcover e-book Marktforschung

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